25
SEP
2015

Mallorca Törn 2015

Die ersten Impressionen unseres Rund-Mallorca-Törns sind da!

Am Samstag vor einer Woche begannen 20 Segler diesen Törn in Palma. Ab morgens trafen nach und nach die drei Crews im Yachthafen von Palma ein. AEOLOS (41 Füße), JASON (43) und TOSKANA (40) liefen gegen 17 Uhr Richtung Andratx aus, wo sie vor Mitternacht einliefen. Der erste Trip mit Mondbegleitung. Spannend war das erste Anlegen, das in den mallorquinischen Häfen vor Bug-Mooring geschieht. Segeln in einer lauen Sommernacht ohne Musto-Kutten oder Segelstiefel. Der Hammer!

Ausschlafen, duschen, Frühstück an Deck unter dem Sonnensegel und dann hieß es bald: Gennaker aus den Säcken, denn ab jetzt gab es Raumwind. Während der Gennaker bei JASON ein bisschen zu üppig geraten war, zog TOSKANA ein Taschentuch hoch, dessen Unterliek man zum Bergen nur zu fassen bekam, wenn man sich streckte. Aber man war ja schließlich nicht zum Ausruhen da. Auch AEOLOS zog das Tuch und so waren wir ein bunter Anblick als wir uns auf unsere erste Ankerbucht hinter dem Puerto de Soller freuten. Der TOSKANA voraus war JASON mit Skipper Hans am Abend plötzlich aus TOSAKNAS Blickfeld verschwunden und Raphael schlug vor, darauf einen „Hansdowner“ zu trinken, denn mittlerweile stand auch die Sonne tief und tauchte die Klippen in Weinbrandwerbung-Licht.

„TOSKANA, TOSKANA, TOSKANA, hier ist JASON, JASON, JASON.“ Also doch kein Hansdowner. Wir drei Kähne ankerten allein in der Bucht, badeten vom Boot aus und dann fuhren wir mit den Dinghys an einen schmalen Kiesstrand, auf dem eine kleine Brandungswelle stand. War ein bisschen klamm, die Landung, aber lustig und außerdem waren wir ja nicht zum Ausruhen da.

Beim Ablegen am nächsten Morgen hatte Manni plötzlich den Gashebel der TOSKANA in der Hand. JASON gab Schlepphilfe aus der Bucht heraus und unter Segeln ging es dann easy weiter bis zur Bucht von Pollença, wo dann Teamwork auf der TOSKANA gefragt war. Und die war einfach beispiellos. AEOLOS, die Jürgen skipperte, machte vor TOSKANAS Eintreffen deren Liegeplatz klar und JASON fuhr neben uns her, um manövrieren zu können und dadurch zu helfen, falls es nötig werden würde. Was sonst der Skipper mit dem Gashebel alleine macht, teilten sich jetzt Trixi aus ihrer Koje heraus am Getriebe und Raphael aus Steffis Koje heraus am Gaszug. Manni steuerte derweil und gab Kommandos wie „Trixi-Leerlauf, Trixi-rückwärts, Raphael-Gas, Raphael mehr Gas, Raphael-stop, Trixi-Leerlauf, Trixi –vorwärts“ etc. Wahnsinn! Alle zusammen brachten wir die 12 Tonnen Schiff sicher an die Kaimauer. Da schmeckte das gemeinsame Dinner der drei Crews vor einer italienischen Taverne.

Am nächsten Morgen wartete TOSKANA ungeduldig und unter vielen weiteren Anrufen beim Vercharterer und beim Volvo-Vertreter auf die Reparatur des Gashebels. VOLVO PENNT DA! So benannten wir die Firma um und Manni und Conny nahmen Kontakt zur Werft im Hafen auf, die spontan und effektiv half, so dass wir eine gute Stunde nach dem Ablegen der beiden anderen Boote mit neuem Gashebel ablegen konnten. Es gibt Gerüchte über den braun gebrannten Mechaniker – wir nennen ihn Manolo – mit den blauen Augen, der sich von da an in einer unserer Kabinen versteckt hielt und uns begleitete, aber das ist eine andere Geschichte, genau wie die von dem randalierenden Paddel.

Wir segelten in die nächste Bucht, wo TOSKANA eine Ankerwache der besonderen Art machte. Es gibt Fotos zur Wachablösung zwischen Manni, Lennert und Trixi, die mit Taucherbrille über dem Anker ausharrten – wir waren ja schließlich nicht zum …..

Am nächsten Morgen gab es viel Wind und nachdem wir Hans verflucht hatten, weil wir schon um 6 Uhr aus der Bucht heraus segeln sollten, um den Sonnenaufgang zu erleben, fanden wir am Ende die Idee gut und freuten uns, als wir in Puerto Colom die Zeit für einen längeren Landgang hatten. Auch der viele Wind beruhigte sich am nächsten Tag und wir segelten zur Insel Cabrera (inkl. Delfinbegleitung der Toskana), wieder ein Highlight. Dort schwammen wir wieder von Boot zu Boot und sahen uns die vielen Fische an, die in diesem Naturschutzgebiet um uns herum spielten. Wir schafften es auch noch, uns den Sonnenuntergang von Land aus anzusehen. Dazu trafen wir uns auf der Plattform einer alten Zitadelle.

Wir beendeten unseren Törn in Palma mit einem gemeinsamen Abendessen mit Tapas, Wein und Bier an einer langen Tafel unter einem Gewölbe, herrlich. Absacker gab es noch an Bord unter dem Sternenhimmel, wo sich dir Crews wieder vermischten.

Rund Malle? Unbedingt!

Erste Impressionen – weitere folgen!

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Autor: Conny Franken

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