24
AUG
2018

Regatta-Team „Freizheit“ vom YCP e.V. segelt Warnemünder Woche

Montag, der 9. Juli 13 Uhr, Flussmündung der Warnow, Starkwind aus Nordwest, Sonnenschein. An der Startlinie formieren sich um die 40 Segelyachten der ORC3-Starterfeldes, darunter das Team „Freizheit“ des Dortmunder Segelclubs YCP e.V.. Traditionell findet die Offshore-Regatta „Rund Bornholm“ während der Warnemünder Woche statt. Es gilt, die Insel Bornholm in der kürzesten Zeit zu umrunden, was auch eine Nachtfahrt nötig macht. Der erste Kurs geht gegen den Wind, was einige Wendemanöver erfordert. „Freizheit“ legt einen frechen Start in, bei dem sie sich durch zwei auf den Punkt genaue Wendemanöver an die Spitze des Feldes setzt und schnell großen Vorsprung gewinnt.

Es folgt ein ambitionierter Ritt am Wind, harte Arbeit für die Trimmer, Luke Schmieding an der Genua, Hartmut Elste an der Großschot. Skipper Manfred und Mattis Franken entscheiden sich beim bei der Änderung des Kurses, bei der der Wind schräg von hinten in die Segel einfällt für den großen Spinnaker, ein riesiges, blasenförmiges Segel am Bug des Schiffes. Schnelligkeit und Koordination zwischen Bugmann Linus Döpp und Trimmer Luke Schmieding sowie Skipper und Springer Mattis Franken sind gefragt. Die Wellen sind perfekt und bringen die Yacht schnell ins Gleiten. 18,73 Knoten, neuer Speed-Rekord auf der Freizheit! Vor Bornholm führt das Team mit so viel Vorsprung, dass kein anderes Schiff mehr in Sicht ist.

Und dann kommt sie, die befürchtete Flaute, und mischt die Karten neu. Und es geschieht, was immer passiert auf Kursen mit dem Wind. Der Wind setzt langsam wieder ein und die Hinteren bekommen ihn zuerst. Sie schieben heran und, wenn das Feld eng genug zusammen ist und auch die Führenden wieder eine Brise erwischen, lernen die Verfolger aus der Beobachtung der Windfelder voraus und pirschen sich heran. Freizheit verliert den deutlichen Vorsprung und die Führung.

Der Heimweg bei mittlerem Wind bietet dann Chancen für alle. Der Spinnaker bleibt die ganze Zeit oben und es wird getrimmt, was das Zeug hält. Beim Zieleinlauf Mittwochmorgen um 3.27 Uhr hat es dann noch für den 3. Platz gereicht, und zwar in ORC3 und gesamt in allen Klassen. Und ein schönes Gefühl, die „Illbruck“ berechnet geschlagen zu haben, immerhin Sieger einer Weltumseglungsregatta. Da waren die Erbsensuppe und das Bier im Race-Commitee-Wagen zurück im Hafen genau das Richtige, selbst bei Sonnenaufgang.

Impressionen:

 
Fotos: Privat
 
 
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