01
JUL
2014

Teeny Segeln / Regatten Speichersee & Kellersee

Hallo!

Wir sind Tim und Tim und bilden zurzeit noch das einzige aktive Regattateam in der Bootsklasse „Teeny“ im Verein.

 

Da viele gar nicht wissen, mit wieviel Spaß (aber auch mit viel Aufwand!) wir das betreiben, wollen wir euch mal davon berichten:

Der „Teeny“ ist eine kleine Zweimannjolle, die alles hat, was auch große Jollen haben inklusive Spinnaker und Trapez. Es macht besonders viel Spaß sie zu segeln, weil man als Team aus Steuermann und Vorschoter zu zweit an Bord ist und für ein gutes Ergebnis zusammenarbeitet. An Regatten in der Teeny-Klasse kann man teilnehmen bis einschließlich 15 Jahre.

 

Wir sind jetzt 10 und 14 und waren schon in drei Bundesländern unterwegs, um den YCP mit „Piranha“ zu vertreten.

 

Im letzten Jahr sind wir auf dem Möhnesee unsere erste gemeinsame Regatta gesegelt (Landesjüngstenmeisterschaft beim WYD), da mussten wir erstmal üben, um mit den für uns vom Phoenixsee unbekannten starken Winden und langen Strecken zu Recht zu kommen.

 

Dieses Jahr waren wir schon auf zwei Regatten:

Mitte Mai in Niedersachsen, zwei Tage auf dem Speichersee in Geeste (bei Lingen im Emsland) beim SVSE, wo wir uns bei den drei gesegelten Wettfahrten stetig verbesserten und im dritten Lauf sogar dritter wurden, direkt hinter den Deutschen Meistern und Vizemeistern Anton und Carlotta Meyer und Emanuel und Constantin von Cramon und uns insgesamt über einen achten Platz von 17 Booten freuten.

 

In Geeste haben wir im Zelt übernachtet und die Stimmung unter den Seglern und mitgereisten Trainern und Eltern war an dem sonnigen Wochenende richtig gut.

 

Der größte Event war bisher unsere Teilnahme an einem Segeltraining mit anschließender Regatta in Malente auf dem Kellersee (Schleswig-Holstein) vier Tage über Himmelfahrt bei sonnigem Wetter. 45 (!) Boote waren gemeldet, d.h. 90 Kinder/Jugendliche als Teeny-Segler, plus Geschwister, Eltern und mitgereiste Trainer füllten das schöne Vereinsgelände der SVMG direkt am See.

 

Schon am Mittwoch Abend/Nacht sind wir mit Boot auf dem Hänger bis Lübeck gereist, um pünktlich am Donnerstag Vormittag zur Einteilung der Gruppen für das eineinhalbtägige Training da zu sein und „Piranha“ vorzubereiten – schließlich bedeutet jeder Transport auch immer vor dem Segeln das Boot komplett wieder aufzubauen (Mast setzen, Segel anschlagen, Schoten vorbereiten etc.), was uns nur mit Hilfe der begleitenden Eltern möglich ist.

 

Wir haben die Gruppe (ca. sieben Boote) mit dem Thema „Manövertraining“ gewählt und haben am Donnerstag und Freitag Vormittag bei ganz schön viel Wind (ca. 5 Bft.) in etwa sechs Stunden auf dem Wasser ganz viele Tipps von unserer Gruppentrainerin Kristine Stadermann bekommen, die immer im Motorboot bei unserer Gruppe war.

 

Am Donnerstagabend wurde von allen zusammen gegrillt. Glücklicherweise herrscht unter den Teeny-Seglern ein sehr freundschaftliches Miteinander und die Stimmung war gut.

 

Am Freitagnachmittag begann die Regatta mit der offiziellen Steuermannsbesprechung. Ausführlich wurden zunächst alle relevanten Flaggensignale vom Wettfahrtleiter Jens Hahlbrock, dem Vorsitzenden der Teeny-KV, erklärt, bevor es auf’s Wasser ging.

 

Der starke Wind bedeutete für uns Phoenixsee-Segler eine wirkliche Herausforderung. Unter solchen Bedingungen müssten wir häufiger mal trainieren, damit wir Routine in lange Kurse und Langstrecken-Trapezsegeln und Spi-Setzen/Spi-Manöver bekommen können.

 

Trotz einer Kenterung schafften wir im ersten Lauf einen 22. Platz. Am Abend fielen wir nach einem Restaurantbesuch in unserer Ferienwohnung sehr müde ins Bett.

 

Am Samstag mussten wir ja wieder fit sein für die nächsten vier Wettfahrten. Die begannen wir mit einem beachtlichen 12. Platz. Nach einem Durchhänger im nächsten Lauf (der starke Wind hat uns ziemlich gestresst) erholten wir uns in der Mittagspause und segelten am Nachmittag auf die Plätze 17 und 20.

 

Den Abend verbrachten wir zufrieden, dass wir im oberen Mittelfeld mit zum Teil viel älteren und erfahreneren Teams mithalten können, mit den anderen Seglern (bevor wir noch eine Pizza aßen).

 

Am Sonntag flaute der Wind dann etwas ab, und wir konnten entspannt unter Phoenixsee-Bedingungen segeln: Heraus kam im letzten Lauf ein für uns toller 10. Platz im 6. Lauf.

 

Bei der späteren Siegerehrung nach gemeinsamen Mittagessen freuten wir uns beide riesig über je einen silbernen Teller mit eingraviertem „15. Platz, Teeny Trophy 2014, Malente“ als Endergebnis der Regatta mit 45 Booten.

 

Damit haben wir auch unser diesjähriges Zwischenziel erreicht: die Qualifikation für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im August in Grömitz (Ostsee).

 

Vielen Dank dem YCP für das Material (Teeny „Piranha“), DEW21 für das Regatta-Groß-Segel, ganz besonders unseren Trainern zu Hause (Mattis und Manni Franken) für den guten Unterricht in Praxis und Theorie und natürlich unseren Eltern, die bei den bisher insgesamt schon sechs Regattatagen in diesem Jahr nicht nur Organisatoren, Fahrer und Betreuer waren, sondern z.T. auch als Regattabegleitung auf einem Trainer-Begleitboot mitgefahren sind, um uns zu unterstützen.

 

Wir freuen uns auf die nächsten Trainings und Regatten, bei denen wir den YCP würdig vertreten wollen!

 

Tim und Tim

 

P.S. Vielleicht hat ja jetzt jemand von euch Lust bekommen, mal am Montag um 17.00 Uhr zum Jugendtraining mit Mattis zu kommen?

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